Der St. Galler Stadtrat behandelte ein Postualt zum Thema Alkoholismus bei Kinder nund Jugendlichen und legte einen Bericht vor. Die Exekutive rückt dabei einiges zu recht, was medial verschoben wird: Alkoholismus als “Jugendproblem” darzustellen, verkürzt die Sachlage. Alkoholmissbrauch ist ein Thema, das verschiedene Altersgruppen auf unterschiedliche Art betrifft. Es kann zudem nicht nur von einem Akteur angegangen werden, zu komplex sind Entstehungszusammenhänge von Suchtentwicklungen. Insbesondere berührt das Rauschtrinken von Kindern und Jugendlichen die Eltern-Kind-Beziehungen eng. Die Elternverantwortung ist zentral, nicht nur in einem appellativen Sinne. Die Frage ist nahe liegend: Wie (und durch wen?) können Eltern gestärkt werden, sich den veränderten Anforderungen zu stellen? Im Weiteren steht die Durchsetzung der Jugendschutzbestimmungen im Vordergrund. In St. Gallen soll nun ein Alkoholkonzept entwickelt werden, und zwar durch eine interdisziplinär zusammen gesetzte Arbeitsgruppe. Die Regie wird die Stiftung Suchthilfe, deren Leiter Jürg Niggli ist, übernehmen.
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