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Sozialjournal - Soziale Fragen im Brennpunkt: Sozialarbeit Schweiz und Sozialpädagogik Schweiz


29. November 2009

Eulen-Award in Solothurn übergeben

Die Spitex Bern gewinnt den Eulen-Award 2009. Der Innovationspreis geht an Ursula Steiner. Zum zweiten Mal hat die Stiftung Generation plus am vergangenen Donnerstag in Solothurn Projekte ausgezeichnet, welche die Lebensqualität für ältere Menschen verbessern. Insgesamt wurden 15000 Franken Preisgelder vergeben.

Der Jury-Präsident Van der Linde, ehemaliger Präventivmediziner des Kantons St. Gallen, betonte den Aspekt der Partizipation. Nicht für, sondern mit älteren Menschen Projekte zu lancieren, sei das Ziel der Förderung. Beide ausgezeichneten Projekte erfüllen dieses Kriterium. Beim Spitex Bern geht es darum, ein interdisziplinäres Programm zu etablieren, welches demenzkranken Menschen ermöglicht, möglichst lange zu Hause zu leben. Dabei steht der Einbezug des sozialen Umfeldes im Mittelpunkt. Ursula Steiner aus Soglio hat ein Projekt gestartet, welches das Dorf zur Bühne macht. Gemeinsam mit älteren Menschen, unter direktem Einbezug anderer Dorfbewohnern, wird sie ein Theater inszenieren. Unterstützt wird sie von einem Theaterpädagogen. Das Drehbuch entsteht in der Biografiearbeit, welche die Psychotherapeutin mit den älteren Menschen gestartet hat.

Uebergeben wurde der Preis durch Peter Gomm, Regierungsrat des Kantons Solothurn. Er sowie der Stiftungsratspräsident Edmond E. Bürgi wiesen auf die Bedeutung von Innovationen in diesem Bereich hin. Nicht Worte, sondern Taten begründeten Zuversicht, so der Tenor der Veranstaltung.

Der Eulen-Award wird zweijährlich vergeben. Gönnerkantone und Sponsoren ermöglichen dies. Hauptsponsor ist die Bank Coop. Die Kantone Aargau, Basel-Landschaft, Schwyz, Zug und Solothurn bilden die kantonale Gönnerschaft. Die FHS St.Gallen, das Institut für Soziale Arbeit, ist mit Reto Eugster im Stiftungsrat vertreten.

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Stiftungsgründer und Präsident von Generation Plus: Edmond E. Bürgi.

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Gewinnerin des Innovationspreises, Ursula Steiner aus dem Bergell.

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Marcel Rüfenacht nimmt für die Spitex Bern den Preis entgegen.

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Der Solothurner Regierungsrat Peter Gomm überreichte den Eulen Award 2009.

26. Juni 2009

Simons Systemische Kehrwoche

Fritz B. Simon bloggt. Der bekannte Systemtheoretiker und Systemtherapeut gibt die Systemische Kehrwoche in Blog-Form heraus. Er hat damit das entsprechende Carl-Auer-Verlags-Blog übernommen. Neu kann demnach von Simons Systemischer Kehrwoche die Rede sein.

5. Juni 2008

Die List der Lehre von der Machbarkeit

„Warum Sozialtechnologie?“ Das Sozialjournal veröffentlicht einen Text von Ernst-Wilhelm Luthe, der aktuelle Diskussionen um Verständnisse Sozialer Arbeit anstossen wird, auch in der Schweiz. Erschienen ist er bei NDV, Februar 2008.

Ernst-Wilhelm Luthe lehrt öffentliches Recht und Sozialrecht an der Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel. Er ist Direktor des Instituts für angewandte Rechts- und Sozialforschung. In seinem Beitrag „Warum Sozialtechnologie?“, der dem Sozialjournal im PDF-Format zur Verfügung steht, geht es um die Frage, „ob es für Helfer und ihre Organisationen von Vorteil sein kann, sich in ihren Selbstkonzepten sozialtechnologisch anstatt idealisierend im System der Inklusionshilfe zu verorten“. Weiter mit Luthe:

„Im Konzept der Sozialtechnologie steckt die List der Lehre von der Machbarkeit. Es ist eine Vorgehensweise, die sich selbst bestätigt, wenn nicht nur das Machbare, sondern auch das Nicht-Machbare als Lernerfahrung, also unter Machbarkeitsgesichtspunkten, gewürdigt wird.“

Der anregende Beitrag von Luthe ist eine Fortsetzung des im Archiv für Wissenschaft und Praxis der sozialen Arbeit vorgestellten Grundkonzepts von „Sozialtechnologie“ (ArchsozArb 4/2003, S. 3–49). (Die Publikation erfolgt mit Genehmigung des Verlages).

2. Juni 2008

Altern angesichts des Zwangs zur Jugendlichkeit

Jung im alten Körper – Umgang mit dem alternden Körper in einer jugendorientierten Gesellschaft: Dieses Buch von Ruth Frei, erschienen in der Edition Soziothek (Bern) 2006, wird bei Socialnet von Wilhelm Frieling-Sonnenberg rezensiert. Frei hat im Rahmen ihrer Diplomarbeit eine qualitative Untersuchung durchgeführt. Sie geht der Frage nach, wie Menschen mit den Veränderungen ihres Körpers vor dem Hintergrund eines jugendorientierten gesellschaftlichen Umfeldes zurecht kommen. Zum Abstract bei der Edition Soziothek (PDF)

31. Mai 2008

Verwandtenunterstützung in der Sozialhilfe

Die SKOS, Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe, betreibt ein Weblog. Aktuell wird die Frage der Verwandtenunterstützung im Rahmen der Sozialhilfe angesprochen. Die Rechtssituation diesbezüglich ist relativ offen und die Praxis entsprechend variierend. Nun legt die SKOS in ihren Richtlinien gestützt auf Art. 328 ZGB die Einkommens- und Vermögenswerte fest, welche Basis für die Verwandtenunterstützung sein sollen. Ab welchem Einkommens- oder Vermögensbetrag sollen Verwandte unterstützen? Die SKOS bittet um Feedback…

24. Mai 2008

Starke, mutige Frauen und Mädchen

Die Anliegen junger Frauen und Mädchen sollen im öffentlichen Raum eine stärkere Rolle spielen. Das Jugendsekretariat St. Gallen startete eine Aktion, die noch bis November laufen wird. Mit Plakaten sollen Bilder von starken, mutigen Mädchen und Frauen in der Öffentlichkeit präsent werden. Am heutigen Samstag finden zudem Aktionen in der Innenstadt statt. Zur Projektseite

„Alkoholkonzept“ in St. Gallen

Der St. Galler Stadtrat behandelte ein Postualt zum Thema Alkoholismus bei Kinder nund Jugendlichen und legte einen Bericht vor. Die Exekutive rückt dabei einiges zu recht, was medial verschoben wird: Alkoholismus als „Jugendproblem“ darzustellen, verkürzt die Sachlage. Alkoholmissbrauch ist ein Thema, das verschiedene Altersgruppen auf unterschiedliche Art betrifft. Es kann zudem nicht nur von einem Akteur angegangen werden, zu komplex sind Entstehungszusammenhänge von Suchtentwicklungen. Insbesondere berührt das Rauschtrinken von Kindern und Jugendlichen die Eltern-Kind-Beziehungen eng. Die Elternverantwortung ist zentral, nicht nur in einem appellativen Sinne. Die Frage ist nahe liegend: Wie (und durch wen?) können Eltern gestärkt werden, sich den veränderten Anforderungen zu stellen? Im Weiteren steht die Durchsetzung der Jugendschutzbestimmungen im Vordergrund. In St. Gallen soll nun ein Alkoholkonzept entwickelt werden, und zwar durch eine interdisziplinär zusammen gesetzte Arbeitsgruppe. Die Regie wird die Stiftung Suchthilfe, deren Leiter Jürg Niggli ist, übernehmen.

8. Mai 2008

Sozialcharta: Berufsverband lanciert Diskussion

Anlässlich der Delegiertenversammlung des Berufsverbandes AvenirSocial findet die Veranstaltung „Die Bedeutung der Sozialcharta für die Soziale Arbeit“ statt: 27.6.2008, 10 bis 12 Uhr, Zeughausgasse 9 in Bern. Der Berufsverband schreibt einleitend:

„Die Sozialcharta des Europarates ist das zentrale und wirkungsvollste Menschenrechtsinstrument für die Soziale Arbeit auf der europäischen Ebene. Zahlreiche Nationen haben den Vertrag des Europarates, der die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechte beinhaltet, bereits ratifiziert. Die Schweiz bildet hier eine Ausnahme. Bis heute hat sie die Sozialcharta nicht ratifiziert! AvenirSocial lanciert die Diskussion der Ratifizierung der Sozialcharta des Europarates durch die Schweiz neu…“

Quelle: AvenirSocial, alle Angaben ohne Gewähr

4. Mai 2008

Leben in der S5-Stadt

Das Kommunalentwicklungsprojekt Stand der Dinge – Leben in der S5-Stadt widmet sich dem Lebensraum im Einzugsbereich der S5-Schnellbahnlinie von Zürich-Stadelhofen nach Pfäffikon SZ (www.s5-stadt.ch). Rund 300’000 Einwohnerinnen und Einwohner wohnen in diesem Gebiet.

In 13 aufeinander abgestimmten wissenschaftlichen Projekten wird der gesellschaftliche, wirtschaftliche und kulturelle Wandel in diesem Raum untersucht. Beteiligt sind nebst der ETH Zürich, der Universität Zürich, der HSA Rapperswil (Teilprojektleiter Joachim Schöffel) u. a. auch das sozialwissenschaftliche Institut der FHS St.Gallen, das IFSA.

Seitens des IFSA ist Christian Reutlinger federführend. Er beschäftigt sich seit Jahren mit Fragen einer sozialraumorientierten Sozialen Arbeit und engagiert sich für das Kompetenzzentrum Sozialraum. Seine 2006 erschienene Habilitationsschrift widmete er dem Thema: Raum, Soziale Entwicklung und Ermöglichung. Eine Diskursperspektive für die Sozialpädagogik.

2. Mai 2008

Sozialjournal: Bewährtes und Neues

Reto Eugster, Herausgeber des Sozialjournals

Das Sozialjournal ist, nach einer knapp einjährigen Pause, wieder online. Was wie früher gilt: Das Sozialjournal ist ein Weblog, das sich mit kurzen, aktuellen Beiträgen zu Fachthemen der Sozialen Arbeit äussert. Wie bisher sind verschiedene Blogger für das Sozialjournal tätig. Um die Kontinuität zu sichern, habe ich die Herausgeberrolle übernommen. Diese Aufgabe hatte ich bereits zu Sonews-Zeiten inne. Meines Erachtens mangelte es dem früheren Sozialjournal genau daran: an der Ermöglichung einer kontinuierlichen Entwicklung.

Was neu ist: Das Sozialjournal konzentriert sich stärker als bisher auf die Ostschweiz sowie die Euregio Bodensee. Neu ist auch das Design, welches von Vlad-Design erstellt und von uns angepasst wurde. Das Sozialjournal basiert auf der neuesten WordPress-Version.

Kommentare: Zurzeit werden Kommentare von der Redaktion geprüft, bevor sie sichtbar werden.

Vielen Dank allen, die erneut dabei sind. Und es freut mich, dass sich neue Schreiberlinge bei uns als Blogger versuchen.